Der Sünderchor

Ein großer Mittelalterroman, der Seinesgleichen sucht.

Das Titelbild mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Es ist der Abschlussband einer Trilogie, der vor mir liegt. Dennoch ist es sehr leicht und flüssig möglich, in das Geschehen einzutauchen.
Die Zwillinge Claudia und Nadja Beinert verstehen es meisterlich, den Leser mit in die Zeit zu nehmen, in welcher große Bauwerke entstanden, wie der Dom Sankt Peter und Paul zu Naumburg.

Die Autorinnen sind eindeutig ausgezeichnete Kennerinnen der Historie, die es meisterlich verstehen, die überlieferten Fakten in eine spannende Geschichte verpackt zu präsentieren. Sie entspinnen eine feine Handlung, die getragen wird von Glaube, Hoffnung und Liebe sowie sehr eingängigen Bildern, die den Leser förmlich in die Handlung hineinziehen. Teilweise meint man, sogar wahrnehmen zu können, wie es damals klang und roch. Außerdem bekommt der Leser einen guten Einblick in die damaligen Bauhütten und deren Arbeitsweisen.
Was die Autorinnen besonders meisterlich verstehen, ist es, die authentischen Menschen von damals vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig erscheinen zu lassen. Am Ende des Buches meint man, einige der Protagonisten so gut zu kennen, als wenn man schon mit ihnen gelebt hätte. Es ist ganz großes Kopfkino, das die thüringischen Autorinnen mit diesem Buch abliefern.
Ich fühlte mich jederzeit gut unterhalten und bin schon gespannt, was der Verlag gemeinsam mit Claudia und Nadja Beinert bald vorlegen wird. Das in diesem Jahr neu erschienene »Die Mutter des Satans« steht bereits ganz oben auf meiner Wunschliste.

Claudia und Nadja Beinert
Sünderchor
erschienen im Verlag Droemer-Knaur
ISBN 978-3-426-51651-5
Preis: 9,99 €