»Unsere heimischen Göttinnen neu entdecken« von Joanne Foucher

Dieses Buch ist eine Offenbarung des alten Göttinnenkults in unserem Land.
Als Erstes geht die Autorin auf die Frage ein, was für eine Göttin ist das überhaupt, von der hier die Rede ist?
In diesem Abschnitt erzählt Joanne Foucher nicht nur von verschiedenen Stationen ihres Lebenswegs, sondern erläutert auch, welche Göttin sie meint und wie sie diese Göttin sieht, von der sie schreibt. Göttin ist ja nicht gleich Göttin. Hier trifft die Autorin sofort meinen Nerv, denn ihr Bild dieser Göttin deckt sich in vielen Aspekten mit dem, das ich von ihr habe.

Titelbild des Buches – mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Dieses Buch ist eine wahre Fundgrube für Menschen, die endlich mehr über diese Göttin erfahren wollen, der man in unseren Gefilden in alter Zeit auf Schritt und Tritt begegnen konnte. Diese Göttin, die so wandelbar ist und in so vielerlei Gestalt auftritt, hat ebensoviele Namen.
Es sind deshalb auch nicht nur drei die Stationen des Lebensrads (das Mädchen, die Frau und die Alte), welche die Autorin beschreibt, nein, sie nennt und analysiert viele einzelne Aspekte der Göttin wie Idun, Freya oder Mokosch, um hier nur einige wenige zu nennen. Und selbstverständlich ist in diesem Buch auch von Frau Holle die Rede. Ihr ist ein eigenes Kapitel gewidmet, da sie in Deutschland die ist, die alle Aspekte der Göttin in sich vereint.
Und in diesem Buch ist auch von vielem um die Göttin herum die Rede, so von Tieren der Göttin, Farben der Göttin, Plätzen der Göttin und Ritualen für die Göttin, egal in welcher ihrer vielen Gestalten sie dort auch erscheinen mag. Vor allem jene Aspekte der Göttin, die mir bisher nicht zugänglich waren sowie die Plätze der Göttin, welche die Autorin allesamt besucht hat, waren für mich besonders interessant.

Allein über die Autorin lohnte es sich, ein ganzes Buch zu schreiben, denn bereits im zarten Alter von 13 Jahren fühlte sie sich zu diesem Thema hingezogen. Geboren in Frankreich, aufgewachsen in Deutschland, lebt sie heute mit ihrem Mann und ihren Kindern in Glastonbury, wo sie als Priesterin von Avalon, MondMutter, Massagetherapeutin, Autorin und Künstlerin wirkt. Sie lebt für die Göttin, das spüre ich immer wieder, wenn ich in diesem Buch lese. Und das werde ich bald wieder tun, denn so umfassend und ausführlich hat noch niemand zu diesem Thema geschrieben.

Foucher, Joanne
Unsere heimischen Göttinnen neu entdecken
erschienen bei Neue Erde für 16,00 €
ISBN 978-3-89060-767-2
www.neue-erde.de
www.joannefoucher.com

“Kriminaltaktik – von Anzeige bis Zeugenvernehmung” von Dr. Manfred Lukaschewski

Während es im Band vier im Wesentlichen um die Kriminaltechnik ging, wendet sich Dr. Manfred Lukaschewski im fünften Band seiner Reihe ›Kriminalistik in Theorie und Praxis wieder speziell an sein Fachpublikum.
Wie der Titel schon ahnen lässt, geht es dabei um »Papierkram«, wie der Autor charmant formuliert. Obwohl beim Kriminalisten nicht sehr beliebt, ist er doch unabdingbar, wenn der Strafprozess zum gewünschten Ziel – der Verurteilung des ermittelten Täters – führen soll. Deshalb sollte dieses Buch Pflichtlektüre für Kriminalisten und Juristen gleichermaßen sein.
Der Autor macht es sich in diesem Büchlein zur Aufgabe, die Methoden darzustellen, welche zur Vorbereitung und Durchführung kriminalistischer Maßnahmen dienen. Die sind in der Regel von der Strafprozessordnung vorgegeben und definiert.

Fundament jeder Ermittlungsarbeit und deshalb auch an erster Stelle des Buches steht der ›Erste Angriff‹, also jene Maßnahmen, die unmittelbar nach Bekanntwerden einer Straftat durchzuführen sind.
Die einzelnen Punkte, die Lukaschewski wie immer sehr detailreich »abarbeitet«, hier aufzuzählen, wäre zu viel des Guten. Doch einige Punkte zu erwähnen gebietet mein Sinn für Vollständigkeit, ohne die das Werk des Autors nicht lebendig abzubilden ist.
Es geht also um Anzeige, Ereignisortuntersuchung, Befragung, Vernehmung (und deren Unterschiede), Durchsuchung und Beschlagnahme, Festnahme und Verhaftung (hier geht es natürlich ebenfalls um die Unterschiede) und die Rekonstruktion diverser Abläufe. Diese exemplarischen Punkte sollen an dieser Stelle genügen.
Wie der Autor selbst schreibt, ist dieses Buch »staubtrocken« und das muss es wohl sein, wie viele Kriminalisten und Juristen danken anerkennen werden. Für sie ist dieses Buch geschrieben. Doch so staubtrocken endet diese Reihe garantiert nicht. Im sechsten und letzten Band wird es noch einmal interessant, verspricht Lukaschewski.

Während andere Bücher dieses Inhalts oft mit Fachbuchpreisen aufwarten, bekommen der neugierige Fachmann, aber auch der interessierte Laie dieses Büchlein mit knapp 180 Seiten für unter 20 Euro.

Dr. Manfred Lukaschewski
Kriminaltaktik von Anzeige bis Zeugenvernehmung
erschienen im Main Verlag in der Reihe ›Kriminalistik in Theorie und Praxis‹ für 16,00 €
ISBN 978-3-95949-394-9
www.main-verlag.de

»Phänomenologie einer Strafsache« von Dr. Manfred Lukaschewski

Echtes Fachwissen zu einem phänomenalen Preis

Dieses Buch ist der 3. Band der Reihe »Kriminalistik in Theorie und Praxis« des Main Verlags, die damit ihre würdige Fortsetzung findet.
Anders als die vorherigen beiden Bände ist dieses Werk kein bloßes Nachschlagewerk, sein Ansatz ist ein ganz anderer. Vielmehr versteht es sich als ›Lehrbuch für Kriminalistik, Jura und Rechtsmedizin‹. Das ist keineswegs zu weit gedacht, denn Kriminalisten, die dieses Buch in Augenschein nahmen, zeigten sich geradezu begeistert ob der darin enthaltenen Wissensschätze. In den beiden anderen Fachgebieten dürfte das ebenso zutreffen.

Das Cover des Buches mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber

Was bedeutet eigentlich der Titel »Phänomenologie einer Strafsache«?
Dieses Buch enthält eingedeutscht die ›Beschreibung und Einteilung der verschiedenen Erscheinungsformen von Straftaten‹.
Aber sollte die praktische Polizeiarbeit nicht jedem, der damit betraut ist, hinlänglich bekannt sein? – Gewiss, sie sollte, ist es jedoch mitnichten. Denn die Ausbildung der Kriminalisten lässt deutschlandweit sehr zu wünschen übrig, wie der Autor in seinen einführenden Worten erläutert. Die erschreckende Tatsache: seit Mitte der 1990er Jahre gibt es in diesem Land keine akademische Ausbildung für Kriminalisten mehr.
Auch Gespräche mit aktiven Kriminalisten zeigen immer wieder unerfreuliche Lücken im Wissen, besonders wenn es um wichtige Details in der Arbeit am Tatort und während der Ermittlungen geht. Diese Lücken notdürftig zu füllen, ist die Aufgabe dieses Buches.

Wie immer geht der Autor bei der Inhaltsgestaltung präzise und wissenschaftlich zu Werke. Einige Hauptüberschriften der Gliederung (Auszug): Spuren, Todesarten, Wunden, Traumata, Forensische Toxikologie. Sogar dem kriminalistischen »Stiefkind« Kriminaltechnik gibt der Autor in mehreren Abschnitten seines Buches das dringend nötige Gewicht.
Einen wesentlichen Teil des gesamten Buchumfangs von etwa 350 Seiten machen die zehn Anhänge mit erläuternden Gesetzmäßigkeiten, Einführungen und Schemata, die Quellenangaben sowie Bildtafeln mit insgesamt etwa 80 Seiten aus.
Das Inhaltsverzeichnis mag sich für unbedarfte Leser zugegebenermaßen etwas gruselig lesen. Für solche Leser ist dieses Buch aber auch nicht gedacht. Vielmehr richtet sich dieses Buch tatsächlich an Spezialisten der Gebiete Kriminalistik, Jura und Rechtsmedizin.
Das in diesem Buch enthaltene Wissen stellt die Grundlage für die vollumfängliche Aufklärung von Kapitalverbrechen dar.

Dr. Manfred Lukaschewski
»Phänomenologie einer Strafsache«
Main Verlag Rostock
ISBN 978-3-95949-360-4
24,00 €

»Kompendium der Kriminalistik« – Neuauflage

»Kompendium der Kriminalistik« Dr. Manfred Lukaschewski, erschienen in zwei Bänden beim Main Verlag Rostock

Die Neuauflage des Kompendiums der Kriminalistik, dessen vorherige Auflage sich bereits zum Standardwerk entwickelte und meiner Kenntnis nach sogar an einigen Polizeischulen als Unterrichtsmaterial Verwendung findet, überrascht mich in mehrerlei Hinsicht.
Einmal überrascht es, da es in einem andern Verlag erscheint, zum anderen, dass es in einem neuen Kleid daherkommt. Und zum Dritten überrascht es mit seinem überaus günstigen Preis.

Doch beginnen wir mit dem Verlag. Die beiden Bände des Kompendiums sind der Auftakt einer Buchserie des Autors, die der Main Verlag Rostock unter dem Label »Antheum facts« in der Reihe »Kriminalistik in Theorie und Praxis veröffentlichen wird. Mit dem neuen Verlag erklärt sich auch das neue Äußere der Bücher.
Beachtenswert ist allerdings der für Fachbücher phänomenal niedrige Preis der Bände.

Der Titel des ersten Bandes
mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Worum geht es nun in diesem Standardwerk, das tatsächlich nur einen Autor hat?
Wie im Vorwort erwähnt wird, sollen diese Bücher, dem Kriminalisten das nötige Handwerkszeug geben, damit er in der Lage ist, Sachverhalte besser einzuschätzen und schnelle Entscheidungen fällen zu können.
Doch nicht nur Kriminalisten können von diesem Werk profitieren. Meiner Meinung nach sollte jeder Polizist diese Bände griffbereit haben, um sein Wissen über bestimmte Vorgehensweisen immer weiterzuentwickeln. Ebenso kann sicher auch so mancher Jurist an diesem umfangreichen Wissenskatalog profitieren. Sogar Ärzte, welche die amtliche Totenschau durchzuführen haben, können vom Wissen, das sie aus diesem Werk gewinnen können, profitieren. Zuletzt möchte ich hier die Gilde der Kriminalautoren erwähnen, die oft und gern aus dem Wissenspool des Autors schöpfen, um die Beschreibungen von Tatvorgängen und Tatorten in ihren Büchern wirklichkeitsnäher erscheinen zu lassen.

Unter einzelnen Stichworten von A wie Abbrand über Maschinenschriften und Opferbefragung bis Zytologie hat Dr. Manfred Lukaschewski teils umfangreiche Erläuterungen zusammengefasst. Teilweise gehen sie – so die Notwendigkeit vorliegt – sehr ins Detail. Der Autor stellt selbst gewisse Straftatbestände in ihren Grundzügen dar, damit sie vom Sachbearbeiter besser eingeordnet werden können. Sie sollen ein gewisses praktisches Wissens-Grundgerüst darstellen.

Am Ende der beiden Bände findet sich ein umfangreicher Anhang mit Abkürzungs- und Quellenverzeichnis sowie einige begleitende Erklärungen, die sich in der Hauptsache darum drehen, den Kriminalisten darüber aufzuklären, wie bei unnatürlichen Todesfällen taktisch richtig vorzugehen ist.

Der Titel des zweiten Bandes
mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Dieses Standardwerk sollte meiner Meinung nach unbedingt in die Ausbildung jedes Organs der Rechtspflege sowie jedes Arztes einbezogen werden, damit möglichst kein Straftäter ungestraft davonkommt.

Der Autor Dr. Manfred Lukaschewski hat das Universitätsstudium der Kriminalistik an der Humbold-Universität Berlin absolviert und tritt seit Jahren engagiert dafür ein, dass dieser Studiengang in Deutschland wiederbelebt wird. Nicht etwa um des Studiums willen, sondern ganz einfach, weil die Kriminalistik eine sehr umfassende Wissenschaft ist, die man nicht mal nebenbei erlernen kann.
Selbst die einzelnen Teile dieser Wissenschaft sind so komplex, dass ein Hochschulstudium gerade dafür ausreichen würde, ihre Grundlagen zu erlernen.
Unserer gesamten Gesellschaft müsste es doch darum gehen, Opfern zu ihrem Recht zu verhelfen. Und damit meine ich nicht nur jene Opfer, die nicht mehr unter den Lebenden weilen.
Mich begeistern einmal mehr die Exaktheit und das Engagement, die der Autor mit diesem umfangreichen Werk (jeder der beiden Bände enthält über 370 Seiten) an den Tag legt.

Dr. Manfred Lukaschewski
»Kompendium der Kriminalistik A-M« 24,00€
ISBN 978-3-95949-330-7

Kompendium der Kriminalistik N-Z« 24,00€
ISBN 978-3-95949-331-4
beide erschienen im Main Verlag Rostock

»Der Feeling Code«

Der Untertitel dieses Buchs machte mich neugierig, es zu lesen. Er lautet:
›Wie wir jedes Problem fühlen, verstehen und lösen können‹
Schon der Schutzumschlag macht etwas her, denn er ist weiß und hat goldfarbene Verzierungen.

Die Autorin nimmt den Leser zunächst mit zurück in ihre Kindheit in die Steiermark. Damals belauschte sie eine liebe Bekannte, eine steirische Kräuterfrau, die eine Ratsuchende beriet. Dabei wandte sie eine Methode an, die scheinbar mühelos zum Ziel führte: Den Feeling-Code, dessen außergewöhnliche Wirkung sie später sogar am eigenen Leib erfuhr. Diese Methode war tatsächlich leicht zu erlernen und funktionierte sozusagen kinderleicht. Doch wie es so ist mit Methoden, die man nicht regelmäßig anwendet, sie geriet wieder in Vergessenheit. Doch natürlich nicht bei seiner Urheberin, die nach ihrem Tode sämtliche Unterlagen, die sie dazu hatte, an die Autorin vererbte.
Die wusste zunächst überhaupt nicht, was sie damit anfangen sollte und war schon kurz davor, die Unterlagen zu verbrennen, als sie ihren wahren Wert erkannte und sich in die Materialien vertiefte.

Der Umschlag des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Tatsächlich erzählt Frau Jankovic-Steiner im lockeren Plauderton von ihren Erfahrungen mit dieser Methode der Erkenntnis- und Auflösungsarbeit. Immer wieder hat sie Beispiele parat, die sehr verständlich geschrieben sind. Sie hält auch nicht mit irgendwelchen Geheimnissen hinter dem Berg, die man dann für teures Geld bei ihr erfahren kann. Nein, sie erklärt tatsächlich sämtliche Details der Methode von A bis Z. Außerdem stellt sie auf ihrer Website umfangreiches Material kostenlos zur Verfügung.
Laut der Autorin kann man die Methode, die in diesem Buch ausführlich erklärt wird zur Klärung offener Fragen, sowie zur Behandlung diverser seelischer Blockaden einsetzen. Dabei wird die natürliche Sprache des Körpers zur Verständigung mit dem eigenen Unterbewusstsein spielerisch eingesetzt.

Da ich ein neugieriger Mensch bin, ließ ich mich natürlich darauf ein und kann hier berichten, dass er seine Wirkung auf mich nicht verfehlte. Ich werde mich auf jeden Fall weiter mit dem Feeling-Code beschäftigen.
Wer das Buch liest und selbst neugierig genug ist, den Feeling-Code auszuprobieren, erkennt sicher ebenso schnell wie ich, dass tatsächlich etwas dran ist. Das ist ja auch kein Wunder, denn unsere Gefühle steuern ja zum größten Teil unser Unterbewusstsein.
Das Schöne an dieser Methode ist, dass man – außer dass man fühlen können muss, und das kann ja jeder – keinerlei Vorkenntnisse benötigt (natürlich bis auf die Infos aus dem Buch), um damit zu starten.
Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die wirklich an ihrer eigenen Entwicklung und an der Antwort auf wirklich wichtige Fragen interessiert sind.

Erschienen ist das Hardcoverbuch, das einen Schutzumschlag besitzt, bei Knaur Balance, es hat 256 Seiten sowie ein Lesebändchen.

»Buen Camino – Mit Rucksack statt Nagellack auf dem Jakobsweg«

Dieses Buch erzählt die Geschichte eines erfolgreichen Scheiterns und ist somit ungewöhnlich in der Literaturlandschaft. Insbesondere, da es von einer Selbstbewusstseins-Trainerin geschrieben wurde.
Der erste Satz, der mir in diesem sehr gut durchstrukturierten Buch auffiel, war: »Scheiter heiter!«, der zugleich das Motto dieses Buchs sein könnte.
Die Autorin erzählt in einer erfrischenden, witzigen und lockeren Art über ihren persönlichen Jakobsweg. Der nach Tagen geordnete Text beginnt mit ihren ersten Gedanken an das Pilgern, weiter geht es über die ersten konkreten Planungen bis hin zur Reise selbst, die von Anfang an mit allerlei Tücken aufwartet. Wie zu erwarten schließt er mit dem Scheitern und der nicht minder tückischen Heimreise der Gisa S., wobei letztere schließlich erheblich länger dauerte als geplant.
Doch aus allen Begegnungen, ja selbst aus Missgeschicken zieht die Autorin ihre Lehren, die sie am Ende jedes Kapitels noch einmal kurz zusammenfasst. Allein diese Tipps, die jeweils als »Botschaft des Tages« daherkommen, sind die Lektüre wert.

Das Cover des Buches mit freundlicher Genehmigung der Autorin

In relativ kurze, leicht verdauliche Abschnitte unterteilt liest sich das Buch sehr flott und ist ausgesprochen unterhaltsam. Der Leser erfährt unter anderem, dass die Autorin, wenn sie nicht in Sachen Pilgern unterwegs ist, die Kleidungsfarbe Rot präferiert. Er erfährt weiterhin, dass Reisebekanntschaften nicht immer das sind, was sie vorgeben, dass Freundschaftsdienste sich sehr schnell in Bärendienste verwandeln können, dass man sich immer mehrmals trifft, dass man bei der Auswahl der Unterkünfte den gesunden Menschenverstand nicht vernachlässigen sollte, welche schmerzlindernde Wirkung ein Paar rote Schuhe bei der Autorin haben kann und vieles mehr. Ob man mit dem Gelernten nun eine eigene Pilgerreise vorbereiten oder »nur« etwas fürs Leben lernen möchte, bleibt dahingestellt.
In einem der letzten Kapitel erfährt der Wissensdurstige zudem noch allerlei Wissenswertes von A bis Z über den Camino und kann im vorletzten Kapitel auf eine ausführliche Packliste für den eigenen Jakobsweg oder andere Pilgertouren zurückgreifen. Abschließend gibt es noch eine kompakte Packliste zum Abhaken.

Insgesamt ist das bei Tredition erschienene Buch sehr gut lesbar und ausgesprochen unterhaltsam. Es ist sicherlich keine Perle der Hochliteratur, doch diesen Anspruch hat es erst gar nicht. Dafür lernt der Leser die Autorin uns ihre Eigenarten ziemlich gut kennen und kann sich ein gutes Bild von den Strapazen machen, die ein solcher Pilgerweg bedeuten kann.
Ich hoffe für Frau Steeg, dass ihre Unterschenkel inzwischen wieder ihre normale Form und Größe angenommen haben, und wünsche ihr für die zukünftige Fortsetzung ihrer Pilgerreise schon jetzt: Buen Camino!

»Stealing Fire«

»Stealing Fire: Spitzenleistungen aus dem Labor: Das Geheimnis von Silicon Valley, Navy Seals und vielen mehr« von Stephen Kotler und Jamie Wheal
Dieses Buch hat es in sich. Für mich liest es sich spannend wie ein Thriller, ein wahrer Thriller. Ein Thriller, den ich gewiss nicht zum letzten Mal gelesen habe. Schon das Vorwort ist beeindruckend.
Leider ist der deutsche Untertitel, wie so oft, nicht so gut gewählt wie der englische, der übersetzt ungefähr lautet: »Wie Silicon Valley, die Navy SEALs und einzelne Wissenschaftler die Art und Weise revolutionieren, wie wir leben und arbeiten«.

Das Cover des Buchs mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Und genau darum geht es. Es geht um uns, um jeden von uns, nicht etwa um irgendeine elitäre Gruppe. Jeder kann diese Techniken einsetzen, um sein Leben vollkommen zu revolutionieren, sein Bewusstsein erweitern, indem er Denkgrenzen überwindet. Wer produktiver werden möchte, wer zufriedener sein, wer abwechslungsreicher leben möchte, ja, wer seinem vollen Potenzial näherkommen möchte, ist mit diesem Handbuch meiner Meinung nach bestens beraten.

Dieses Buch erzählt vom Teamgeist der Navy Seals, von unkonventionellen Forschern, Erfindern und Künstlern, die neue Welten erschlossen, die sie jenen zugänglich machten und machen, die Zugang zu ihnen wollten und wollen. Und es erzählt von Ekstase sowie von allumfassender Liebe.

Wenn wir unsere eingefahrenen Schienen verlassen und uns ins Neuland vorwagen, ist jeder von uns tatsächlich zu Spitzenleistungen fähig. Auch diese Erkenntnis verdanke ich diesem genialen Buch, das mit spannenden Tipps wirklich nicht hinter dem Berg hält.

Dieses Buch zeigt Wege, unseren »Göttern« das Feuer auf ähnliche Art zu stehlen, wie es schon Ikarus tat. Dieses Buch ermächtigt also. Deshalb empfehle ich es vorbehaltlos all jenen, die ihrem vollen Potenzial schnell viel näherkommen wollen.

Seit diesem Buch ist es übrigens mein erklärtes Ziel, wenigstens einmal am Burning-Man-Festival teilzunehmen, denn dabei kann wohl manch Wundersames mit uns geschehen, das mit Worten kaum auszudrücken ist.

Dieses Buch ist im Plassen Verlag in gebundener Form erschienen
und für 24,99 € im Buchhandel erhältlich.

Heile Deine Leber

Schon als das Buch ankam und ich es zum ersten Mal in der Hand hielt, habe ich geahnt, dass ich etwas Großes in den Händen halte.
Damit meine ich nicht nur das Buch selbst mit seinen 575 Seiten, nein ich meine damit durchaus auch seinen Inhalt. So kompakt und detailliert habe ich Anthony Williams Bücher noch nie empfunden. Und glauben Sie mir, ich habe sie alle gelesen. Jetzt kann ich endlich die Zusammenhänge in meinem Körper verstehen und weiß auch, warum mir Obst und Gemüse ganz einfach besser bekommen als ständig Gebratenes und Gesottenes. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich bin durch diese ganzen Bücher durchaus kein Vegetarier oder gar Veganer geworden. Aber ich verstehe jetzt, aus welchem Grund ich nicht so gut schlafen kann, wenn ich tagsüber mal ein wenig mehr leckere Fleischgerichte mit einem vielleicht üppigeren Nachtisch verspeist

Das Titelbild des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Ich verstehe nun auch, wie die verschiedensten Wehwehchen in meinem Körper mit der Leber zusammenhängen und weshalb ich dadurch kaum Kilos verlieren, also abnehmen kann. Ich bin mir sicher, wenn jeder dieses Buch lesen, verstehen und seinen Inhalt richtig umsetzen würde, dann ließen sich viele Probleme mit dem Übergewicht beseitigen.
Was mich immer wieder fasziniert ist die Art und Weise, wie Anthony William die doch kompakten Zusammenhänge erklärt und dabei so beschreibt, dass auch jeder medizinische Laie alles verstehen kann.

Diesmal gefallen mir ganz besonders seine Beispiele, mit denen er die Vorgänge im Körper umschreibt, sodass beim Leser Bilder im Kopf entstehen. Ich kann es immer wieder nur betonen, dass es für mich das bisher beste Buch von Anthony William ist.
Wenn Sie sich entscheiden, dieses Buch zu kaufen, benötigen Sie keine Vorkenntnisse und müssen auch nicht alle anderen zuvor vom Autor veröffentlichten Bücher gelesen haben. Das hier vorliegenden Buch ist so aufgebaut, dass sicherlich hier und da Verweise auf frühere Werke des Buchschreibers zu finden sind, die aber nicht das Verständnis des Gesamt-werks stören. Wer noch mehr wissen möchte, kann sich gerne noch die anderen Bücher holen, was meiner Meinung nach aber nicht notwendig ist.

Noch kurz etwas zum Inhalt:
Das Buch ist in vier Teile gegliedert, in denen es so richtig zur Sache geht bzw. die Aufgaben der Leber und die mit ihr im Zusammenhang stehenden Symptome beschrieben werden. Mehr möchte ich einfach nicht dazu schreiben, da ich oben schon berichtete bzw. Sie ja auch noch etwas lesen wollen.
Besonders anspruchsvoll sind wieder die Bilder für die Rezeptideen gelungen. Übrigens habe ich schon einige der Rezepte ausprobiert und was soll ich sagen, alles schmeckt vorzüglich. Ich meine damit, dass die Rezeptideen leicht und verständlich umzusetzen sind.
Wer möchte, nachdem er dieses Buch gelesen hat, nicht auch etwas Gutes für seine Leber tun?
Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Morden für Anfänger

Dieses Büchlein richtet sich nicht etwa, wie der Titel »Morden für Anfänger« vielleicht vermuten ließe, an Killer-Azubis, sondern an die Gilde der ›Krimischreiber‹, wie der Autor sie liebevoll bezeichnet.
Ebenso liebevoll sieht er ihnen so manchen Lapsus nach, den sie in den Handlungsabläufen ihrer Bücher begehen. Der Diplom-Physiker und Diplom-Kriminalist hingegen ist ein Mann vom Fach, denn er war jahrzehntelang selbst Chef einer Mordkommission.
Genau aus diesem Grund liefert er mit diesem Büchlein, das im Fehnlandverlag Rhauderfehn erschienen ist, wieder einmal ein Standardwerk ab. Denn meines Wissens gibt es keinen weiteren – und erst recht keinen besseren – Ratgeber für Krimiautoren dieses Inhalts auf dem Markt.

Das Titelbild mit freundlicher Erlaubnis des Verlags

Das Buch enthält augenscheinlich »nur« 43 Tipps, doch in Wirklichkeit sind es unendlich viele mehr, denn Lukaschewski berichtet anhand konstruierter oder tatsächlich geschehener Tat- und Aufklärungshergänge aus dem Leben eines echten Commissarios.
Mancher Krimiautor hat sich in der Vergangenheit sicher schon mal eine Gelegenheit gewünscht, einen leibhaftigen Kriminalisten ausquetschen zu dürfen.
Dieser Kriminalist im (Un-)Ruhestand erspart sich die Befragung und erzählt im lockeren Plauderton völlig freiwillig, welche Fallstricke im Krimigeschehen auch an unerwarteter Stelle lauern können.

Er spart dabei nicht mit Seitenhieben auf verschiedene Menschengruppen, die oft und gern an Tatorten auftauchen und die Ermittler damit von ihrer Arbeit abhalten bzw. diese Arbeit unnötig erschweren. Doch der promovierte Jurist Lukaschewski spart auch nicht mit nadelstichartigen Hinweisen, beispielsweise auf die mangelhafte Qualität der Kriminalisten-Ausbildung in Deutschland oder die föderalismusbedingte Zerrissenheit der Aufklärungsarbeit.

Die meisten Tipps jedoch, die Lukaschewski gibt, sind tatsächlich wohlmeinende, die sich an die Krimiautoren richten. Dabei könnte dieses Büchlein mit Sicherheit auch andere Interessenten finden. Von den bereits im Untertitel erwähnten Krimilesern über (Tatort-)Drehbuchschreiber bis hin zu den (glaubt man dem Autor) nicht erst neuerdings mangelhaft ausgebildeten Kriminalisten landauf, landab reicht die Palette derer, die von diesem Büchlein, das für erschwingliche 12,00 Euro zu erstehen ist, profitieren könnte.

Wer nach der Lektüre dieses Büchleins, das durchaus seinen Platz auf dem Schreibtisch jedes ambitionierten Krimischreibers finden sollte, gern noch tiefer in die Materie einsteigen möchte, weil sie oder er »Blut geleckt« hat, dem seien die drei Bände des vor längerer Zeit besprochenen »Kompendium der Kriminalistik«, die aus der Feder desselben Autors stammen, dringend ans Herz gelegt.

»Heile deine Schilddrüse« von Anthony William

Ein Muss für alle, die gesund werden wollen

Es ist schon nicht ganz so einfach jemandem zu Glauben der einen „Geist“ im Ohr hat. Jedoch können so viel medizinisches Wissen und so viele plausiblen Zusammenhänge nicht einfach von jemandem kommen, der nicht Medizin studiert hat – außer er hat „Spirit“ im Ohr, der ihn über die gesamten Zusammenhänge aufklärt. Anthony William hat sich gegenüber sich selbst und „Spirit“ verpflichtet dieses umfangreiche Wissen zu verbreiten und der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.
Das Buch „Heile Deine Schilddrüse“ umfasst 319 Seiten und ist im Hardcoverformat erhältlich.

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