»Leben im Rhythmus der Natur« von Amanda Koch

Im Augenblick ist Oktober 2020. Samhain, eines der Jahreskreisfeste, die unsere Ahnen feierten, steht vor der Tür und damit auch die dunkle Jahreszeit.
Doch dieses Samhain wird nicht so, wie jene davor. Es wird für viele schöner, denn in diesem Jahr ist das Jahreszeiten-Journal von Amanda Koch erschienen.
Die Autorin möchte erreichen, dass sich noch mehr Menschen wieder stärker mit der Natur verbinden. Unsere Ahnen hatten eine starke Verbindung zur Natur, denn sie lebten in und mit ihr. Wir haben diesen Kontakt zum großen Teil verloren, ja es gibt sogar Menschen, die kaum noch mit der Natur in Berührung kommen.
Wer kennt schon noch die Namen der alten Feste: Samhain, Yule, Imbolc, Ostara, Beltane, Litha, Lughnasadh und Mabon? Wer weiß, welche Feste sich heute vor diese alten Feste geschoben haben und wer weiß noch, was wir da eigentlich feiern?

Das Cover des Journals mit freundlicher Genehmigung des Familia-Verlags

Das wunderschön gestaltete Jahreszeiten-Journal von Amanda Koch gibt Auskunft auf all diese Fragen und es beantwortet sogar welche, die mir noch gar nicht eingefallen waren.
Die Autorin hat seit Jahren selbst im Zyklus der Natur und im Rhythmus dieser Feste gelebt und sie hat dem nachgespürt, was noch an altem Wissen in unserer Volksseele vorhanden ist. Dieses umfassende Wissen über den Jahreskreis und seine Feste stellt sie dem Leser und besonders auch der Leserin nun zur Verfügung. Und das auf ganz besondere, ja magische Art.
So finden sich liebevolle, kleine Rituale und es gibt hilfreiche magische Worte zu lesen, mit denen man sich mit den Jahreszeiten verbinden kann. Immer wieder finden sich kleine Meditationen, die dabei helfen, sich der Schwingung der herrschenden Jahreszeiten anzupassen. Amanda Koch erklärt auch, wie es gerade um die Mondin steht, die so großen Einfluss auf unser Leben und besonders das der Frauen hat, dass sogar die Hälfte der Jahresfeste unter ihrer Ägide gefeiert wird.
Zudem findet die Leserin bzw. der Leser immer wieder leere Seiten, um eigene Eindrücke und Erkenntnisse festzuhalten. Im Übrigen ist dieses Journal wie ein Kalender zu verstehen, ein Kalender ohne Datumsangaben, denn auch unsere Ahnen lebten nach den Jahreszeiten, nicht nach Daten. Doch dieser Kalender beginnt nicht wie gewohnt, sondern genau jetzt, im Oktober. Weshalb, darf der interessierte Leser gern selbst erkunden.

Vom farbenfrohen Cover, das mir übrigens ausgesprochen gut gefällt, bis hin zur Gestaltung des Innenteils ist dieses Büchlein ein wahrer Seelen- und Augenschmaus. In ihm schwingt das Wissen unserer Ahnen mit, zu dem uns der Zugang durch die permanente Lektüre und die Benutzung dieses Journals durch das ganze Jahr ein wenig erleichtert wird.

Amanda Koch ist Yogalehrerin, Autorin und Erinnern an den alten Pfad der Natur. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.