Der Sünderchor

Ein großer Mittelalterroman, der Seinesgleichen sucht.

Das Titelbild mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Es ist der Abschlussband einer Trilogie, der vor mir liegt. Dennoch ist es sehr leicht und flüssig möglich, in das Geschehen einzutauchen.
Die Zwillinge Claudia und Nadja Beinert verstehen es meisterlich, den Leser mit in die Zeit zu nehmen, in welcher große Bauwerke entstanden, wie der Dom Sankt Peter und Paul zu Naumburg.
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Der Dom St. Peter und Paul zu Naumburg (3)

Noch immer stehen wir vor dem Westlettner und ich bin total in dessen Anblick versunken.

Jetzt schlüpfen wir unter den ausgestreckten Armen Jesu hindurch und befinden uns im Westchor. Wieder gibt mir Jessica Buchwald ausreichend Zeit, den Raum zuerst auf mich wirken zu lassen. – Und er wirkt gewaltig! Wie bereits bei all meinen vorherigen Besuchen im Dom ist es eine Kombination aus völlig verschiedenen Bestandteilen, die diese Wirkung verursacht.
Da sind zum einen die riesengroßen, bunten Bleiglasfenster, welche die Rückwand des Chores dominieren und das Licht im Innern weich und zart erscheinen lassen. Zum Zweiten sind es die lebensgroßen Figuren der Stifter, die für viele Besucher die Bekanntheit dieses Doms ausmachen. Jeder kennt schließlich die Frage aus Kreuzworträtseln: Stifterfigur im Naumburger Dom? Ja, »Uta« ist die Lösung, auf sie kommen wir gleich zurück.
Und zum Dritten ist es der Raum selbst. Dieser erste und zugleich großartigste gotische Raum im weiten Umkreis um die Saalestadt, wirkt in seiner künstlerischen Vollkommenheit auf mich. Auch hier, im Innern des Chores, fallen mir die vielen fast schwebenden Blätter auf, mit denen hier weiter so meisterhaft dekoriert wurde, dass es leicht und spielerisch wirkt.
Jessica Buchwalds Begeisterung scheint in diesem Raum ebenfalls einen neuen Schub zu bekommen. „Der Dom St. Peter und Paul zu Naumburg (3)“ weiterlesen