»Die Beurteilung der Leichenliegezeit« von Dr. Manfred Lukaschewski

Über die Themen Tod und Leichen wird in unserer Gesellschaft leider sehr oft der Mantel des Stillschweigens gebreitet. Dabei sind diese Themen nicht nur aus ethischer, sondern auch aus forensischer Sicht sehr interessant. Vielen von uns sind die Ermittlungen an und um Leichen aus den CSI-Serien hinlänglich bekannt.

Nach dem Auffinden einer Leiche, bei welcher ein unnatürlicher Tod festgestellt wurde, kann es für die Ermittler darauf ankommen, den Zeitpunkt des Todeseintritts so genau als möglich zu kennen. Dabei kann es unter anderem darum gehen, mit wem der Verstorbene zu diesem Zeitpunkt zusammen war oder eben nicht.

Mit dem Eintritt des Todes setzen unumkehrbare und nur schwer aufzuhaltende Prozesse ein, die sich unter anderem im Aussehen des Leichnams zeigen.
Deshalb ist es für die Mitarbeiter der Kriminalpolizei, der Staatsanwaltschaft sowie für die den Tod bescheinigenden Ärzte wichtig, die Stadien dieses Prozesses am äußeren Erscheinungsbild jedes Leichnams zu erkennen. Beim Vorliegen einer möglichen Straftat ist davon unter anderem abhängig, wie schnell etwaige Tatverdächtige ermittelt werden können.

Das Buchcover mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Wie von den beiden vorangegangenen Bänden dieser Serie gewohnt geht Lukaschewski auch diesmal systematisch vor.
Ausgehend von einigen Rechtsgrundlagen rund um das Thema Leiche geht er sodann folgerichtig zu einem kurzen Abriss der Thanatologie über, also der Wissenschaft, die den Tod, das Sterben und die Bestattung sowie damit verbundene Rituale zum Forschungsgegenstand hat.
Wer beschäftigt sich im Alltag schon mit den klar definierten Phasen des Todeseintritts. Diese Phasen zu kennen und voneinander zu unterscheiden kann unter anderem dabei helfen, den Todeszeitpunkt anhand vorliegender Zeugenaussagen genau festzustellen. In diesem Abschnitt geht der Autor unter anderem auf die Begriffe klinischer Tod, Hirntod und biologischer Tod ein, die ebenfalls eine Rolle spielen können, wenn der Todeseintritt z.B. im medizinischen Umfeld eintrat.
Des Weiteren geht es im Buch folgerichtig um die ärztliche Leichenschau, die sicheren Todeszeichen, die Totenflecken und die Totenstarre.

Daran anschließend erklärt Lukaschewski neben anderen Stadien u.a. Vertrocknung und Abkühlung, Autolyse, Fäulnis und Verwesung, um dann über die Besiedelung durch Insekten zum Tierfraß zu kommen.

Im Anschluss erläutert der Autor supravitale Reaktionen und Mumifizierung, um den Hauptteil schließlich mit der Liegezeitbestimmung bei vergrabenen Leichen zu beenden.

Abschließend folgt noch ein, wie ich finde, recht spannendes Kapitel zu Body Farmen sowie eine Zusammenfassung.
Im Anhang findet sich neben dort üblichen Angaben etwa über den Autor und verwendete Quellen noch ein Bildteil mit einigen Abbildungen, die den Textteil ergänzen.

Mit dem vorliegenden 92-Seiten-Büchlein ist dem Autor einmal mehr ein Handbuch für den Einsatz im Umfeld des Auffindeorts bzw. Tatorts gelungen. Die enthaltenen Angaben sind übersichtlich angeordnet, durch das detaillierte Inhaltsverzeichnis schnell zu finden sowie kurz und auf das Wesentliche beschränkt, ohne jedoch sachlich Wichtiges auszulassen.
Eine besondere Empfehlung für alle Ermittler im Bereich Kriminaldauerdienst und Todesfalldelikte sowie für Staatsanwaltschaften und Ärzte, welche – auch gelegentlich – die Leichenschau durchführen müssen.

»Die Beurteilung der Leichenliegezeit« von Dr. Manfred Lukaschewski, erschienen als Paperback in der Reihe Magie der Forensik im Antheum Verlag Rostock zum Preis von 15,00€
 
ISBN 978-3959495356

»Affinity Photo: Das umfassende Standardwerk zur Bildbearbeitung« – 4. aktualisierte und erweiterte Auflage – aktuell zu Version 1.9 von Frank Treichler

Mir ist unverständlich, dass Affinity Photo noch immer ein Geheimtipp unter Insidern ist, dabei ist das Programm aus dem britischen Hause Serif bereits in Version 1.9 erhältlich. Das vergleichbare Programm aus dem Hause Adobe, zu dessen Konkurrenten sich Affinity Photo immer mehr herausbildet, war mit dieser Versionsnummer bei den meisten Designern längst Standard.

Das Cover des Buches mit freundlicher Genehmigung des Rheinwerk Verlags

Der Autor holt den Leser auf dessen Wissensstand ab, egal ob er wie ich ursprünglich vom großen Konkurrenten kommt oder ob er völliger Neuling in der Bildbearbeitung ist. Er setzt nichts voraus, sondern zeigt alles, was man wissen muss, um das Programm bedienen zu können. Mir fällt es von Anfang an leicht, den Erklärungen des Buches zu folgen und das Programm zu bedienen. In über 100 Schritt-für-Schritt- Anleitungen erkunde ich das Programm immer tiefer, das ich so auch immer besser zu bedienen verstehe.

Mich haben ganz besonders die Funktionen der Ebenen und Masken interessiert, da ich gern noch kreativer mit dem Programm arbeiten möchte. Da der Rheinwerk Verlag alle verwendeten Bilddateien zum Download bereitstellt, fällt es mir besonders leicht, die Beispiele akkurat nachzuvollziehen.
Außerdem lagen mir die Themen Montagen, Bildeffekte und Collagen am Herzen. Alle meine diesbezüglichen Fragen konnte ich mit Hilfe der guten Erklärungen des Autors schnell beantworten.

Insgesamt kann ich dieses Buch nicht hoch genug loben. Bis auf die Bildschirmfotos, die meiner Meinung nach zu dunkel und damit zu schlecht leserlich sind, gibt es an diesem Buch nichts zu herumzudeuteln. Es ist aussagekräftig, sehr gut verständlich geschrieben und alle Beispiele sind gut nachzuvollziehen.
Frank Treichler und dem Rheinwerk Verlag ist wahrhaftig ein Standardwerk gelungen, das diesen Titel verdient.
Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe des Buches, die hoffentlich rechtzeitig mit der Version 2.0 erscheinen wird.

Frank Treichler ist als Buchautor von Fachbüchern Bereich Fotobearbeitung hinlänglich bekannt. Ihm ist vor allem die verständliche und unterhaltsame Vermittlung der Programmbedienung wichtig.

Affinity Photo: Das umfassende Standardwerk zur Bildbearbeitung – aktuell zu Version 1.9 von Frank Treichler, gebundene Ausgabe mit 1020 Seiten
erschienen und erhältlich im Rheinwerk Verlag sowie allen Buchhandlungen
für 49,90 €
ISBN 978-3836283977

»Heilende Räucherrituale – Altes Wissen für eine neue Zeit« von Adelheid Brunner

Allein das in die Hand nehmen des Buches macht mir große Freude, denn es fühlt sich sehr gut an. Das sympathische Lächeln der Autorin auf dem Umschlag des Buches zieht mich regelrecht in sein Inneres. Und auch dort werde ich nicht enttäuscht.

Das Cover des Buches mit freundlicher Genehmigung des Freya Verlags Engerwitzdorf, Austria

Ausgehend von der Geschichte des Räucherns erfahre ich als wissbegieriger Leser manches über die Begegnung des Menschen mit der Seele der Pflanzen. So vermittelt Adelheid Brunner mir gleichsam einen Zugang zur Sprache der Pflanzen, die ich verstehen muss, bevor ich losexperimentiere. Doch die Autorin macht mir eben diesen Zugang über die verschiedensten Wege sehr leicht, indem sie die Steckbriefe vieler einheimischer Pflanzen und Harze auflistet.

Der Zugang zu den Gerüchen und Düften der Pflanzen wird mir über die verschiedenen Räuchermethoden geebnet. Endlich erfahre ich mehr über die Unterschiede zwischen diesen Methoden und darüber, welche Utensilien ich zum Räuchern brauche. Großen Raum gibt die Autorin dem von ihr entwickelten Weg des Räucherns ohne Kohle. Diese Art des Räucherns setzt die unverfälschten Düfte und Energien frei. Davon bin ich sofort begeistert und sobald ich kann, werde ich mir meine eigene Räuchermischung herstellen.

Den eigentlichen Hauptteil des Buches aber räumt Adelheid Brunner den, wie sie es nennt, »Räucherritualen für die neue Zeit« ein. Sie beschreibt über 20 Rituale von der energetischen Aurareinigung über eine Mut- und Krafträucherung bis hin zu einer Erdheilungsräucherung. Jedes Mal beschreibt die Autorin sehr detailliert, was ich für das jeweilige Ritual benötige und wie ich es durchführen kann. Ich bin schon sehr gespannt auf meine ersten eigenen Räucherrituale, die nicht mehr lange auf sich warten lassen werden.

Das Räuchern begleitet den Menschen schon seit Alters her. Leider geriet das Wissen darum in den letzten etwa einhundert Jahren immer mehr in Vergessenheit.
Höchste Zeit, dass Adelheid Brunner mit diesem Grundlagenwerk über das Räuchern dafür sorgt, dass wir wieder mehr über dieses uralte Volkswissen erfahren können. Mich hat dieses Buch vollends überzeugt und ich kann es jedem empfehlen, der sich für Pflanzenwissen, für das Räuchern, und für Räucherrituale interessiert.

Die Autorin ist Biologin. Als solche unterrichtete sie jahrelang Heilkräuterkunde und Naturpädagogik. Ihr war der naturspirituelle und schamanische Zugang zu den Pflanzen und ihren Kräften immer sehr wichtig. 

Adelheid Brunner: »Heilende Räucherrituale: Altes Wissen für eine neue Zeit«
erschienen und erhältlich im Freya Verlag GmbH, Engerwitzdorf, Austria und in allen Buchhandlungen.
Gebundene Ausgabe mit 215 Seiten und vielen farbigen Abbildungen
für 24,90 €
ISBN 978-3990254370

»Social Storytelling – Wie Storytelling heute in Social Media funktioniert« von Maria Elisabeth Müller und Devadas Rajaram

Heute sind weltweit rund 3,6 Milliarden Nutzer in Social Media unterwegs.
Sage und schreibe 78,7% der deutschen Bevölkerung nutzen die sozialen Medien. Deshalb sind die Social Media einer der größten Märkte, die es gibt. Doch kaum jemand weiß genau, wie Storytelling im Bereich der Social Media wirklich funktioniert. Deshalb arbeiten viele immer noch nach der Try-and-Error-Methode oder geben viel Geld für Expertenwissen aus.
Doch das muss gar nicht sein.

Das Cover des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Abhilfe schafft dieses Buch, dessen Autoren fundiert und eindrucksvoll beleuchten, wie die Geschichten, die fast jeder von uns tagtäglich auf Facebook und Co. erzählt, zum Beispiel Produkte und Dienstleistungen besser verkaufen helfen oder dabei unterstützen, eine eigene Community aufzubauen.

Storytelling ist seit jeher eines der besten Marketing-Instrumente überhaupt. Doch genau wie sich unsere Lesegewohnheiten durch die Social Media verändert haben, verändert sich auch die Art, wie Storys erzählt werden wollen, damit sie verkaufen.

Mich als Geschichtenerzähler hat besonders beeindruckt, dass ich mich von der Struktur der klassischen und damit analogen »Heldenreise« verabschieden muss, wenn meine Storys in Social Media punkten sollen.
Ich werde also fortan zum Story-Creator und meine Freunde und/oder Follower werden Co-Creatoren, sie schreiben das Drehbuch mit, dem die Guides folgen …

Natürlich enthält das Buch viele Tipps, wie Storytelling auf den unterschiedlichen Kanälen am besten funktioniert. Mit einfachen Mitteln kann jeder zum erfolgreichen Storyteller werden.

Wer auf Social Media erfolgreich Storys erzählen will, egal was er damit bezweckt, kommt um dieses Standardwerk kaum herum. Hier drin findest du alles, was du brauchst, um erfolgreiches Storymarketing zu betreiben.

»Social Storytelling – Wie Storytelling heute in Social Media funktioniert«
von Maria Elisabeth Müller und Devadas Rajaram
erschienen und erhältlich im Rheinwerk-Verlag und in allen Buchhandlungen
zum Preis von 29,90 für die Paperback-Ausgabe (auch als E-Book erhältlich)

ISBN 978-3836278126

»Die Welt-Kraft in dir – Der Einfluss unserer Gedanken auf Materie, Ereignisse und Gesundheit« von Roger D. Nelson und Georg Kindel

Gedanken beeinflussen Materie. Das Herz gibt dem Gehirn mehr Anweisungen als umgekehrt. Das Bewusstsein findet nur zum Teil im Gehirn statt. Es gibt Erleuchtung tatsächlich und die Kommunikation der Zukunft wird telepathisch funktionieren. Wir alle sind Teil eines globalen Bewusstseins. Das Gute ist erweiterbar. Meditation kann nicht nur uns selbst in erheblichem Maße, sondern auch Speisen und Getränke positiv beeinflussen. Nur einige der Thesen aus diesem Buch, die allesamt auf wissenschaftlichen Forschungen beruhen.
Das, was spirituelle Lehren aus aller Welt bereits seit Jahrtausenden sagen, ist endlich wissenschaftlich bewiesen.

Das Cover des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags


Doch was heißt endlich? Die Forschungsergebnisse, die in diesem Buch zitiert werden, wurden teils in den frühen 1960-er Jahren ermittelt! Deshalb frage mich ich, weshalb erfährt die Weltbevölkerung erst jetzt davon?! Was hätte in gut 50 Jahren alles erreicht werden können, nehmen wir nur mal den Bereich der Gesundheit.

Können wir uns wirklich gesund denken? Ja, das funktioniert bewiesenermaßen sehr gut. Wissenschaftlich bewiesen, nicht mittels irgendwelches Hokuspokus.
Doch weshalb wird noch immer nicht in allen Grundschulen meditiert? Unsere Krankenhäuser könnten längst zu Gesundheitshäusern mutiert sein, wenn diese teils seit Jahrzehnten bekannten Methoden populärwissenschaftlich publiziert und angewandt worden wären. Und die beste Zeit, Routinen zu entwickeln liegt nun mal in der Kindheit, die wir zu einem großen Teil in Schulen verbringen.

Im Jahr 2021 werden diese Methoden immerhin endlich einer interessierten Leserschar bekannt.
Deshalb lasst uns antreten, dieses Wissen endlich im Land zu verbreiten! Unsere Familien, unsere Freunde, unsere Kollegen, unsere Städte und Dörfer, ja die gesamte Welt kann davon nur profitieren.
Eine Leseempfehlung für alle, die noch staunen können, für alle, die im Leben mehr sehen als eine Aneinanderreihung von mühseligen Tagen, für alle, die an ihrer eigenen Gesundheit interessiert sind und für alle, die ihren Kindern und Enkeln ein Leben in Frieden, Freude und Wohlstand wünschen.

Roger D. Nelson und Georg Kindel
Die Welt-Kraft in dir – Der Einfluss unserer Gedanken auf Materie, Ereignisse und Gesundheit
Arkana, München, in der Penguin Randomhouse Verlagsgruppe GmbH
ISBN 978-3442342730
24,00 €

»Daktyloskopie – Eine Säule der Kriminaltechnik« von Dr. Manfred Lukaschewski

Dass die Daktyloskopie dazu dient, die Identität einer Person anhand ihrer Papillarlinien sicher festzustellen, dürfte dem interessierten Leser nicht erst seit CSI hinlänglich bekannt sein. Schließlich war sie bis zur Einführung der DNS-Vergleiche die sicherste Methode, um die An- oder Abwesenheit von Personen an einem Tat- oder Ereignisort zweifelsfrei festzustellen. 

Das Titelbild des Buches mit freundlicher Genehmigung durch den Verlag

Doch dass Fingerabdrücke bereits in der Zeit zwischen 2.200 und 625 v.u.Z im alten Babylon als eine Art Siegel benutzt wurden, war mir neu.
Gleich zu Beginn seiner Abhandlung nimmt der Autor mich mit auf eine Reise in ferne Länder, so etwa das alte China, und längst vergangene Zeiten, so das europäische Mittelalter. Über das Frankreich des Eugene Vidocq und des Alphonse Bertillon sowie das England solcher Pioniere wie Herschel, Faulds, Galton und Henry im 19. und 20. Jahrhundert nähern wir uns immer mehr der Moderne und gelangen schließlich in unsere schnelllebige Zeit mit ihren automatischen Fingerabdrucksuchsystemen. Allein dieser geschichtliche Abriss der Daktyloskopie liest sich spannend wie ein Krimi. 

Über die Verformelung gelangen wir zu Gegenstand und Aufgaben der »Fingerschau«. Und was zunächst lehrbuchtrocken klingen mag, ist in diesem Buch doch voller Leben. Bei Lukaschewski ist einfach nichts langweilig, beispielsweise auch zur Entstehung der Papillarleisten äußert sich der Autor in gewohnt lockerer Weise. Dass er dabei dennoch alle relevanten Punkte erwähnt, ist für den Autor Ehrensache und erstes Anliegen zugleich.
Und jetzt wird’s spannend für Kriminalisten wie auch für Krimiautorinnen und ihre männlichen Pendants, denn im Folgenden geht es um die verschiedenen Vorgehensweisen bei der Sicherung daktyloskopischer Spuren und darum, welche zusätzlichen Informationen sich noch daraus ergeben können. Bis hin zum Beweiswert solcher Spuren schlägt der erfahrene Kriminalist im Un-Ruhestand den Bogen.

Dr. Manfred Lukaschewski legt mit diesem zweiten Band aus der Reihe »Magie der Forensik« ein Buch vor, das mit Informationen wahrlich nicht hinter dem Berg hält. Selbst mancher Praktiker der Kriminaltechnik könnte aus seinen Aufzeichnungen wahrscheinlich noch etwas lernen, der interessierte Laie wird es auf jeden Fall.
Ich finde es inspirierend, so viel Interessantes aus der Geschichte dieser Methode zur Erbringung eines An- oder Abwesenheitsbeweises zu erfahren und außerdem den Bogen in unsere heutige Zeit sowie in die Praxis dieser Arbeit schlagen zu können.
Für interessierte Laien, Kriminalautorinnen und -autoren sowie für Fachleute empfehle ich diese Lektüre, die ihresgleichen sucht. 

»Daktyloskopie – Eine Säule der Kriminaltechnik« von Dr. Manfred Lukaschewski, erschienen als Paperback in der Reihe Magie der Forensik im Antheum Verlag Rostock zum Preis von 15,00€
ISBN 978-3959495103

»Affinity Publisher: Das umfassende Handbuch – Publishing von A bis Z. Aktuell zu Version 1.9« von Christian Denzler

»Ihr Begleiter für alle Fälle« steht an prominenter Stelle auf dem rückseitigen Cover des Buches. Und diese Aussage kann ich nach eingehender Prüfung dieses Fachbuchs für jedermann nur bestätigen. Egal, ob man Newcomer auf dem Gebiet des Publishings ist, von InDesign bzw. PageMaker oder ganz woandersher kommt, mit diesem Fachbuch findet jeder den Ein- oder Umstieg in dieses wunderbare Programm.
Affinity Publisher ist noch relativ neu auf dem Markt, allein deshalb ist sein Funktionsumfang noch etwas beschränkt. Doch bei aller Beschränktheit bietet es ein riesiges Potenzial, wenn es um die Gestaltung von Drucksachen geht.

Das Cover des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags


Wenn man die Philosophie begriffen hat, welche Affinity mit seinem Publisher verfolgt, kann man wahrlich im Handumdrehen niveauvolle Drucksachen aller Art gestalten. Auch dabei fand ich das Handbuch sehr hilfreich.
Dem Autor gelingt es, alle Funktionen des Programms so zu beschreiben, dass ich sie anschließend selbst anwenden kann. Besonders geschickt finde ich, dass ich in einer Art Workshop eine Broschüre gestalten konnte. Ich jedenfalls lerne beim Anwenden oft am besten.
Die Gründlichkeit des Christian Denzler geht so weit, dass er sogar Funktionen in sein Werk aufgenommen hat, die das Programm noch gar nicht bietet. Das birgt für mich den Vorteil in sich, dass ich diese Funktion nicht vergeblich suche und deshalb auch nicht der Versuchung erliege, anzunehmen, der Autor hätte sie schlichtweg vergessen. So geschehen beispielsweise bei der Funktion der Fuß- bzw. Endnoten.

Dieses reich bebilderte Handbuch stellt für mich ein Standardwerk für den Affinity Publisher dar. Es besticht mit hervorragender Qualität, auch was Papier und Darstellung betrifft. Lediglich die manchmal sehr kleinen Screenshots finde ich als Brillenträger mitunter verbesserungswürdig. Vielleicht prüfen Autor und Verlag für eine neue Auflage, diese sehr hilfreichen Abbildungen in der hellen Variante abzubilden, die im Programm übrigens ganz leicht gewählt werden kann.

Durch die saubere Gliederung und den gut strukturierten Index finde ich jeden Vorgang, den ich suche, auf die eine oder andere Art sehr zügig, damit wird der Herstellungsprozess nicht unnötig aufgehalten. Die exzellenten Erklärungen sorgen dafür, dass ich alle Schritte verstehen und nachmachen kann, sodass ich spätestens beim dritten Mal den Workflow verinnerlicht habe. Mein Fazit als Umsteiger könnte also nicht besser ausfallen. Mein erstes Buch mit AP ist gesetzt und die Kundin sehr zufrieden.

»Affinity Publisher: Das umfassende Handbuch – Publishing von A bis Z. Aktuell zu Version 1.9« von Christian Denzler, erschienen als gebundenes Buch bei Rheinwerk Design für 39,90 € – ISBN 978-3836273503

»Wir waren im Himmel – Nahtoderfahrungen in der Kindheit und wie sie das weitere Leben prägen« von P.M.H. Atwater

Dieses Buch ist eines über das Leben, nicht über den Tod. Es beleuchtet die Erlebnisse von Kindern, die dieses Leben verließen und dennoch zurückkehrten sowie die Auswirkungen dieser Erlebnisse auf ihre späteren Leben.
Die Erlebnisberichte lesen sich für mich sehr spannend und wenn man offen ist für die Möglichkeit der »ewigen Seele«, erhält man aus diesen Berichten durchaus einen Mehrwert. Dass sich Menschen, die »zurückkehrten«, anders fühlen, ist mir durchaus erklärlich. Wie sehr anders Kinder ein solches Ereignis erleben und verarbeiten, war mir neu. Erst recht, wie umfassend die Auswirkungen eines solchen Erlebnisses auf das weitere Leben sein können.

Das Titelbild des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Die Autorin vermittelt für mich sehr eindrücklich, dass es das Verdrängen und Geheimhalten solcher Ereignisse den Betroffenen nicht eben leichter machen. Eher ganz im Gegenteil, besonders in Betracht auf das Leben nach der Kindheit.
Wenn ich mich als etwas Besonderes fühle, bin ich überall besonders, wo ich auch hinkomme. Das erinnert mich unweigerlich an Harry Potter, den Jungen, der überlebt hatte.


Dass Nahtoderfahrungen etwas ganz Alltägliches sind, auch das erfuhr ich aus diesem Buch. Wie sonst erklärt sich die Masse der Beispiele, die in diesem Buch präsentiert werden, denn sicher wurden für diese Veröffentlichung nur die interessantesten ausgewählt.
Die Erzählungen der Nahtoderlebnisse sowie der sich anschließenden Verwicklungen des Lebens lesen sich zum großen Teil sehr spannend; manche hätte ich persönlich nicht veröffentlicht, doch das waren die Entscheidungen der Autorin sowie des Verlags.
Dieses Buch ist eines über das Leben, nicht über den Tod, denn es macht Hoffnung: Mir und vielen anderen Menschen. Aus diesem Grunde ist dieses Buch für mich sehr empfehlenswert.

Atwater, P.M.H: Wir waren im Himmel
Erschienen im Ansata Verlag, 320 Seiten für 20,00 €
ISBN 978-3778775622

»Die kriminalistische Ballistik« von Dr. Manfred Lukaschewski

Wer schon mal etwas von CSI gehört hat, kam vielleicht auch schon einmal mit der Ballistik – der Lehre von der Bewegung geschleuderter oder geschossener Körper – in Berührung.


Fragen wie etwa: ›wurde das Geschoss aus genau dieser Waffe abgefeuert?‹, ›Von wo und mit welcher Waffe wurde geschossen?‹ Oder ›Wo hat der Schütze gestanden?‹, können allein durch die Ballistik beantwortet werden. Sie ist ein Teilgebiet der Physik. Und genau dort, in der Physik, ist der Autor dieses Buches zu Hause, der unter anderem Diplomphysiker ist. Deshalb kann er viel aus Erfahrungswerten schöpfen, wo andere vielleicht nur herumtheoretisieren. Lukaschewski ist ein Mann der Tat. Er hat als Ballistiker bei der Kriminalpolizei angefangen, später leitete er für viele Jahre eine Mordkommission.

Das Titelbild des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags


Und obwohl er selbst im Einsatz niemals eine Schusswaffe abfeuern musste, kennt er die Details eines Schusses aus dem sprichwörtlichen Effeff.
All sein Wissen über dieses Teilgebiet der Forensik hat er auf gut 100 Seiten zusammengedampft, damit es immer noch leicht verdaulich bleibt. Mit etlichen Tabellen sowie einer guten Hand voll Fotos gibt er dem Neu-Fachmann wie dem interessierten Laien eine gute Ahnung von der Ballistik. Mich begeistern die Detailverliebtheit und die Akribie, mit welchen der Autor sein Wissen offenbart.


Für Menschen, die sich in dieses spannende Teilstück der Physik einarbeiten wollen, könnte dieses Büchlein sehr interessant sein. Vielleicht entwickelt es sich, wie schon andere Bücher des Autors, zu einem neuen Standardwerk für Einsteiger.

Dr. Manfred Lukaschewski
»Die kriminalistische Ballistik«, erschienen in der Reihe »Magie der Forensik« im Antheum Verlag – 120 Seiten für 12,00 €

ISBN 978-3959494960

Zu beziehen beim Verlag und überall, wo es Bücher gibt.

»Affinity Publisher – Der praktische Einstieg« von Georg Walter

Nach einem Buch, das einem nicht nur die Grundlagen des DTP-Programms der Marke Affinity näherbringt, sondern auch mit Hintergrundwissen aufwartet, sucht sicher mancher Einsteiger in das Programm.

Um es vorwegzunehmen: Dieses Buch hat für mich Hand und Fuß.
Nahezu selbstverständlich ist die für den Rheinwerk-Verlag mittlerweile schon sprichwörtliche Qualität des Druckwerks. Es kommt auf einem Bilderdruckpapier daher, auf dem sich jede noch so kleine Einzelheit der Screenshots sehr kontrastreich darstellen lässt. Mit denen geizt dieses Werk wahrlich nicht, denn sie sind unabdingbar, will man die Programmarchitektur verstehen.
Das wiederum gelingt mir zwar nur nach und nach, es ist aber zwingend erforderlich, wenn man wenigstens semiprofessionell damit arbeiten, also einen Workflow zustande bringen will.

Georg Walter ist der Richtige, wenn man jemanden sucht, der einen für dieses Programm begeistert. Die Verlagslektorin ist dieser Begeisterung übrigens ebenso schnell erlegen, wie ich.
Dass der Autor eines solchen Buches sich in dem Programm auskennt, wie in seiner Westentasche, möchte man voraussetzen. Doch in diesem Buch spüre ich auf jeder Seite Georg Walters Begeisterung für dieses Produkt. Was mir auffällt, ist die Leichtigkeit, mit welcher der Autor sein Wissen mit dem Leser teilt. Ich jedenfalls fühle mich angesteckt, wirklich alles auszuprobieren, was das Buch vorschlägt. Denn es gelingt fast immer im Handumdrehen.

So stelle ich mir ein Grundlagenhandbuch vor. Es ist klar, präzise, wartet nicht mit unnötigem Wissen auf und falls es doch einmal so scheinen sollte, wird dieses Wissen anderenorts dringend benötigt.
Besonders hervorheben möchte ich noch einmal das Kapitel mit dem Hintergrundwissen, das selbst sehr Wissensdurstige nicht im Regen stehen lässt. Weiterhin beachtenswert finde ich die Download-Möglichkeit für sämtliche Beispielprojekte.

Ich möchte dem Rheinwerk-Verlag zu diesem Publisher-Einsteigerbuch gratulieren und freue mich bereits jetzt auf Georg Walters Fortsetzung für Fortgeschrittene.
Wer inzwischen mehr über den Affinity Publisher wissen will, dem sei Georg Walters Affinity-Magazin empfohlen, das über www.magazin62.de zu erreichen ist. Hier stellt der Autor neben seinem profunden Wissen ebenfalls viele Materialien digital zur Verfügung.

Walter, Georg
Affinity Publisher – Der praktische Einstieg
erschienen als Softcover im Rheinwerk-Verlag für 29,90 €
ISBN 978-3-8362-8009-9
Dieses Buch ist beim Verlag und in allen Buchhandlungen zu bekommen.