»Die kriminalistische Ballistik« von Dr. Manfred Lukaschewski

Wer schon mal etwas von CSI gehört hat, kam vielleicht auch schon einmal mit der Ballistik – der Lehre von der Bewegung geschleuderter oder geschossener Körper – in Berührung.


Fragen wie etwa: ›wurde das Geschoss aus genau dieser Waffe abgefeuert?‹, ›Von wo und mit welcher Waffe wurde geschossen?‹ Oder ›Wo hat der Schütze gestanden?‹, können allein durch die Ballistik beantwortet werden. Sie ist ein Teilgebiet der Physik. Und genau dort, in der Physik, ist der Autor dieses Buches zu Hause, der unter anderem Diplomphysiker ist. Deshalb kann er viel aus Erfahrungswerten schöpfen, wo andere vielleicht nur herumtheoretisieren. Lukaschewski ist ein Mann der Tat. Er hat als Ballistiker bei der Kriminalpolizei angefangen, später leitete er für viele Jahre eine Mordkommission.

Das Titelbild des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags


Und obwohl er selbst im Einsatz niemals eine Schusswaffe abfeuern musste, kennt er die Details eines Schusses aus dem sprichwörtlichen Effeff.
All sein Wissen über dieses Teilgebiet der Forensik hat er auf gut 100 Seiten zusammengedampft, damit es immer noch leicht verdaulich bleibt. Mit etlichen Tabellen sowie einer guten Hand voll Fotos gibt er dem Neu-Fachmann wie dem interessierten Laien eine gute Ahnung von der Ballistik. Mich begeistern die Detailverliebtheit und die Akribie, mit welchen der Autor sein Wissen offenbart.


Für Menschen, die sich in dieses spannende Teilstück der Physik einarbeiten wollen, könnte dieses Büchlein sehr interessant sein. Vielleicht entwickelt es sich, wie schon andere Bücher des Autors, zu einem neuen Standardwerk für Einsteiger.

Dr. Manfred Lukaschewski
»Die kriminalistische Ballistik«, erschienen in der Reihe »Magie der Forensik« im Antheum Verlag – 120 Seiten für 12,00 €

ISBN 978-3959494960

Zu beziehen beim Verlag und überall, wo es Bücher gibt.

»Phänomenologie einer Strafsache« von Dr. Manfred Lukaschewski

Echtes Fachwissen zu einem phänomenalen Preis

Dieses Buch ist der 3. Band der Reihe »Kriminalistik in Theorie und Praxis« des Main Verlags, die damit ihre würdige Fortsetzung findet.
Anders als die vorherigen beiden Bände ist dieses Werk kein bloßes Nachschlagewerk, sein Ansatz ist ein ganz anderer. Vielmehr versteht es sich als ›Lehrbuch für Kriminalistik, Jura und Rechtsmedizin‹. Das ist keineswegs zu weit gedacht, denn Kriminalisten, die dieses Buch in Augenschein nahmen, zeigten sich geradezu begeistert ob der darin enthaltenen Wissensschätze. In den beiden anderen Fachgebieten dürfte das ebenso zutreffen.

Das Cover des Buches mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber

Was bedeutet eigentlich der Titel »Phänomenologie einer Strafsache«?
Dieses Buch enthält eingedeutscht die ›Beschreibung und Einteilung der verschiedenen Erscheinungsformen von Straftaten‹.
Aber sollte die praktische Polizeiarbeit nicht jedem, der damit betraut ist, hinlänglich bekannt sein? – Gewiss, sie sollte, ist es jedoch mitnichten. Denn die Ausbildung der Kriminalisten lässt deutschlandweit sehr zu wünschen übrig, wie der Autor in seinen einführenden Worten erläutert. Die erschreckende Tatsache: seit Mitte der 1990er Jahre gibt es in diesem Land keine akademische Ausbildung für Kriminalisten mehr.
Auch Gespräche mit aktiven Kriminalisten zeigen immer wieder unerfreuliche Lücken im Wissen, besonders wenn es um wichtige Details in der Arbeit am Tatort und während der Ermittlungen geht. Diese Lücken notdürftig zu füllen, ist die Aufgabe dieses Buches.

Wie immer geht der Autor bei der Inhaltsgestaltung präzise und wissenschaftlich zu Werke. Einige Hauptüberschriften der Gliederung (Auszug): Spuren, Todesarten, Wunden, Traumata, Forensische Toxikologie. Sogar dem kriminalistischen »Stiefkind« Kriminaltechnik gibt der Autor in mehreren Abschnitten seines Buches das dringend nötige Gewicht.
Einen wesentlichen Teil des gesamten Buchumfangs von etwa 350 Seiten machen die zehn Anhänge mit erläuternden Gesetzmäßigkeiten, Einführungen und Schemata, die Quellenangaben sowie Bildtafeln mit insgesamt etwa 80 Seiten aus.
Das Inhaltsverzeichnis mag sich für unbedarfte Leser zugegebenermaßen etwas gruselig lesen. Für solche Leser ist dieses Buch aber auch nicht gedacht. Vielmehr richtet sich dieses Buch tatsächlich an Spezialisten der Gebiete Kriminalistik, Jura und Rechtsmedizin.
Das in diesem Buch enthaltene Wissen stellt die Grundlage für die vollumfängliche Aufklärung von Kapitalverbrechen dar.

Dr. Manfred Lukaschewski
»Phänomenologie einer Strafsache«
Main Verlag Rostock
ISBN 978-3-95949-360-4
24,00 €