»Daktyloskopie – Eine Säule der Kriminaltechnik« von Dr. Manfred Lukaschewski

Dass die Daktyloskopie dazu dient, die Identität einer Person anhand ihrer Papillarlinien sicher festzustellen, dürfte dem interessierten Leser nicht erst seit CSI hinlänglich bekannt sein. Schließlich war sie bis zur Einführung der DNS-Vergleiche die sicherste Methode, um die An- oder Abwesenheit von Personen an einem Tat- oder Ereignisort zweifelsfrei festzustellen. 

Das Titelbild des Buches mit freundlicher Genehmigung durch den Verlag

Doch dass Fingerabdrücke bereits in der Zeit zwischen 2.200 und 625 v.u.Z im alten Babylon als eine Art Siegel benutzt wurden, war mir neu.
Gleich zu Beginn seiner Abhandlung nimmt der Autor mich mit auf eine Reise in ferne Länder, so etwa das alte China, und längst vergangene Zeiten, so das europäische Mittelalter. Über das Frankreich des Eugene Vidocq und des Alphonse Bertillon sowie das England solcher Pioniere wie Herschel, Faulds, Galton und Henry im 19. und 20. Jahrhundert nähern wir uns immer mehr der Moderne und gelangen schließlich in unsere schnelllebige Zeit mit ihren automatischen Fingerabdrucksuchsystemen. Allein dieser geschichtliche Abriss der Daktyloskopie liest sich spannend wie ein Krimi. 

Über die Verformelung gelangen wir zu Gegenstand und Aufgaben der »Fingerschau«. Und was zunächst lehrbuchtrocken klingen mag, ist in diesem Buch doch voller Leben. Bei Lukaschewski ist einfach nichts langweilig, beispielsweise auch zur Entstehung der Papillarleisten äußert sich der Autor in gewohnt lockerer Weise. Dass er dabei dennoch alle relevanten Punkte erwähnt, ist für den Autor Ehrensache und erstes Anliegen zugleich.
Und jetzt wird’s spannend für Kriminalisten wie auch für Krimiautorinnen und ihre männlichen Pendants, denn im Folgenden geht es um die verschiedenen Vorgehensweisen bei der Sicherung daktyloskopischer Spuren und darum, welche zusätzlichen Informationen sich noch daraus ergeben können. Bis hin zum Beweiswert solcher Spuren schlägt der erfahrene Kriminalist im Un-Ruhestand den Bogen.

Dr. Manfred Lukaschewski legt mit diesem zweiten Band aus der Reihe »Magie der Forensik« ein Buch vor, das mit Informationen wahrlich nicht hinter dem Berg hält. Selbst mancher Praktiker der Kriminaltechnik könnte aus seinen Aufzeichnungen wahrscheinlich noch etwas lernen, der interessierte Laie wird es auf jeden Fall.
Ich finde es inspirierend, so viel Interessantes aus der Geschichte dieser Methode zur Erbringung eines An- oder Abwesenheitsbeweises zu erfahren und außerdem den Bogen in unsere heutige Zeit sowie in die Praxis dieser Arbeit schlagen zu können.
Für interessierte Laien, Kriminalautorinnen und -autoren sowie für Fachleute empfehle ich diese Lektüre, die ihresgleichen sucht. 

»Daktyloskopie – Eine Säule der Kriminaltechnik« von Dr. Manfred Lukaschewski, erschienen als Paperback in der Reihe Magie der Forensik im Antheum Verlag Rostock zum Preis von 15,00€
ISBN 978-3959495103

»Affinity Publisher: Das umfassende Handbuch – Publishing von A bis Z. Aktuell zu Version 1.9« von Christian Denzler

»Ihr Begleiter für alle Fälle« steht an prominenter Stelle auf dem rückseitigen Cover des Buches. Und diese Aussage kann ich nach eingehender Prüfung dieses Fachbuchs für jedermann nur bestätigen. Egal, ob man Newcomer auf dem Gebiet des Publishings ist, von InDesign bzw. PageMaker oder ganz woandersher kommt, mit diesem Fachbuch findet jeder den Ein- oder Umstieg in dieses wunderbare Programm.
Affinity Publisher ist noch relativ neu auf dem Markt, allein deshalb ist sein Funktionsumfang noch etwas beschränkt. Doch bei aller Beschränktheit bietet es ein riesiges Potenzial, wenn es um die Gestaltung von Drucksachen geht.

Das Cover des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags


Wenn man die Philosophie begriffen hat, welche Affinity mit seinem Publisher verfolgt, kann man wahrlich im Handumdrehen niveauvolle Drucksachen aller Art gestalten. Auch dabei fand ich das Handbuch sehr hilfreich.
Dem Autor gelingt es, alle Funktionen des Programms so zu beschreiben, dass ich sie anschließend selbst anwenden kann. Besonders geschickt finde ich, dass ich in einer Art Workshop eine Broschüre gestalten konnte. Ich jedenfalls lerne beim Anwenden oft am besten.
Die Gründlichkeit des Christian Denzler geht so weit, dass er sogar Funktionen in sein Werk aufgenommen hat, die das Programm noch gar nicht bietet. Das birgt für mich den Vorteil in sich, dass ich diese Funktion nicht vergeblich suche und deshalb auch nicht der Versuchung erliege, anzunehmen, der Autor hätte sie schlichtweg vergessen. So geschehen beispielsweise bei der Funktion der Fuß- bzw. Endnoten.

Dieses reich bebilderte Handbuch stellt für mich ein Standardwerk für den Affinity Publisher dar. Es besticht mit hervorragender Qualität, auch was Papier und Darstellung betrifft. Lediglich die manchmal sehr kleinen Screenshots finde ich als Brillenträger mitunter verbesserungswürdig. Vielleicht prüfen Autor und Verlag für eine neue Auflage, diese sehr hilfreichen Abbildungen in der hellen Variante abzubilden, die im Programm übrigens ganz leicht gewählt werden kann.

Durch die saubere Gliederung und den gut strukturierten Index finde ich jeden Vorgang, den ich suche, auf die eine oder andere Art sehr zügig, damit wird der Herstellungsprozess nicht unnötig aufgehalten. Die exzellenten Erklärungen sorgen dafür, dass ich alle Schritte verstehen und nachmachen kann, sodass ich spätestens beim dritten Mal den Workflow verinnerlicht habe. Mein Fazit als Umsteiger könnte also nicht besser ausfallen. Mein erstes Buch mit AP ist gesetzt und die Kundin sehr zufrieden.

»Affinity Publisher: Das umfassende Handbuch – Publishing von A bis Z. Aktuell zu Version 1.9« von Christian Denzler, erschienen als gebundenes Buch bei Rheinwerk Design für 39,90 € – ISBN 978-3836273503

“Kriminaltaktik – von Anzeige bis Zeugenvernehmung” von Dr. Manfred Lukaschewski

Während es im Band vier im Wesentlichen um die Kriminaltechnik ging, wendet sich Dr. Manfred Lukaschewski im fünften Band seiner Reihe ›Kriminalistik in Theorie und Praxis wieder speziell an sein Fachpublikum.
Wie der Titel schon ahnen lässt, geht es dabei um »Papierkram«, wie der Autor charmant formuliert. Obwohl beim Kriminalisten nicht sehr beliebt, ist er doch unabdingbar, wenn der Strafprozess zum gewünschten Ziel – der Verurteilung des ermittelten Täters – führen soll. Deshalb sollte dieses Buch Pflichtlektüre für Kriminalisten und Juristen gleichermaßen sein.
Der Autor macht es sich in diesem Büchlein zur Aufgabe, die Methoden darzustellen, welche zur Vorbereitung und Durchführung kriminalistischer Maßnahmen dienen. Die sind in der Regel von der Strafprozessordnung vorgegeben und definiert.

Fundament jeder Ermittlungsarbeit und deshalb auch an erster Stelle des Buches steht der ›Erste Angriff‹, also jene Maßnahmen, die unmittelbar nach Bekanntwerden einer Straftat durchzuführen sind.
Die einzelnen Punkte, die Lukaschewski wie immer sehr detailreich »abarbeitet«, hier aufzuzählen, wäre zu viel des Guten. Doch einige Punkte zu erwähnen gebietet mein Sinn für Vollständigkeit, ohne die das Werk des Autors nicht lebendig abzubilden ist.
Es geht also um Anzeige, Ereignisortuntersuchung, Befragung, Vernehmung (und deren Unterschiede), Durchsuchung und Beschlagnahme, Festnahme und Verhaftung (hier geht es natürlich ebenfalls um die Unterschiede) und die Rekonstruktion diverser Abläufe. Diese exemplarischen Punkte sollen an dieser Stelle genügen.
Wie der Autor selbst schreibt, ist dieses Buch »staubtrocken« und das muss es wohl sein, wie viele Kriminalisten und Juristen danken anerkennen werden. Für sie ist dieses Buch geschrieben. Doch so staubtrocken endet diese Reihe garantiert nicht. Im sechsten und letzten Band wird es noch einmal interessant, verspricht Lukaschewski.

Während andere Bücher dieses Inhalts oft mit Fachbuchpreisen aufwarten, bekommen der neugierige Fachmann, aber auch der interessierte Laie dieses Büchlein mit knapp 180 Seiten für unter 20 Euro.

Dr. Manfred Lukaschewski
Kriminaltaktik von Anzeige bis Zeugenvernehmung
erschienen im Main Verlag in der Reihe ›Kriminalistik in Theorie und Praxis‹ für 16,00 €
ISBN 978-3-95949-394-9
www.main-verlag.de

Warum das Gehirn Geschichten liebt – Mit Storytelling Menschen gewinnen und überzeugen

Erzähl doch mal ne Story! Von einem Praktiker für die Praxis geschrieben.
Storytelling ist zurzeit in aller Munde. Gerade, wenn es ums Verkaufen geht. Doch nicht nur, wenn man etwas an die Frau oder den Mann bringen will, ist Storytelling scheinbar das neue Mittel der Wahl. Nein, auch wenn Menschen gewonnen oder für eine Sache begeistert werden sollen, vermag eine gut erzählte Geschichte den Weg in die Herzen der Leute leichter ebnen als bloße Fakten.

Das Cover mit freundlicher Genehmigung des Verlags
Das Cover mit freundlicher Genehmigung des Verlags

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»Intuitive Diagnostik« von Dr. Uwe Albrecht

Es ist ein Fachbuch, doch es ist nicht nur für Fachleute, sondern auch für interessierte Laien sehr aufschlussreich. Besonders der Untertitel auf dem Umschlag springt sofort ins Auge: ›Die evolutionäre innerwise-Methode‹.
Eine evolutionäre Diagnostik sollte nicht nur viele Naturheilkiundler und Heilpraktiker, sondern auch immer mehr Ärzte ansprechen. Wenn sich alle nur auf die moderne Apparatemedizin stützen, ufern nicht nur die Kosten in absehbarer Zukunft aus, sondern besonders der Mensch als Person bleibt immer mehr auf der Strecke. Und meiner Meinung nach nicht nur der Kranke.

Titelbild mit freundlicher Genehmigung des Verlags
Titelbild mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Dem vielseitig ausgebildeten Arzt Uwe Albrecht gelingt es bereits auf den ersten Seiten, den Leser zu fesseln. Schon der Lebensweg des Autors ist beeindruckend. „»Intuitive Diagnostik« von Dr. Uwe Albrecht“ weiterlesen