»Wir waren im Himmel – Nahtoderfahrungen in der Kindheit und wie sie das weitere Leben prägen« von P.M.H. Atwater

Dieses Buch ist eines über das Leben, nicht über den Tod. Es beleuchtet die Erlebnisse von Kindern, die dieses Leben verließen und dennoch zurückkehrten sowie die Auswirkungen dieser Erlebnisse auf ihre späteren Leben.
Die Erlebnisberichte lesen sich für mich sehr spannend und wenn man offen ist für die Möglichkeit der »ewigen Seele«, erhält man aus diesen Berichten durchaus einen Mehrwert. Dass sich Menschen, die »zurückkehrten«, anders fühlen, ist mir durchaus erklärlich. Wie sehr anders Kinder ein solches Ereignis erleben und verarbeiten, war mir neu. Erst recht, wie umfassend die Auswirkungen eines solchen Erlebnisses auf das weitere Leben sein können.

Das Titelbild des Buches mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Die Autorin vermittelt für mich sehr eindrücklich, dass es das Verdrängen und Geheimhalten solcher Ereignisse den Betroffenen nicht eben leichter machen. Eher ganz im Gegenteil, besonders in Betracht auf das Leben nach der Kindheit.
Wenn ich mich als etwas Besonderes fühle, bin ich überall besonders, wo ich auch hinkomme. Das erinnert mich unweigerlich an Harry Potter, den Jungen, der überlebt hatte.


Dass Nahtoderfahrungen etwas ganz Alltägliches sind, auch das erfuhr ich aus diesem Buch. Wie sonst erklärt sich die Masse der Beispiele, die in diesem Buch präsentiert werden, denn sicher wurden für diese Veröffentlichung nur die interessantesten ausgewählt.
Die Erzählungen der Nahtoderlebnisse sowie der sich anschließenden Verwicklungen des Lebens lesen sich zum großen Teil sehr spannend; manche hätte ich persönlich nicht veröffentlicht, doch das waren die Entscheidungen der Autorin sowie des Verlags.
Dieses Buch ist eines über das Leben, nicht über den Tod, denn es macht Hoffnung: Mir und vielen anderen Menschen. Aus diesem Grunde ist dieses Buch für mich sehr empfehlenswert.

Atwater, P.M.H: Wir waren im Himmel
Erschienen im Ansata Verlag, 320 Seiten für 20,00 €
ISBN 978-3778775622

»Unsterbliche Kinderseelen – die Abenteuer der menschlichen Seelenreise« von Bernard Jakoby

Ich möchte mir gar nicht vorstellen, welchen Schmerz Eltern durchleben, wenn ihr Kind stirbt. Sie können seine Entwicklung nicht verfolgen, können nicht sehen, wie es aufwächst, erwachsen wird – es muss furchtbar sein. Doch dieses Buch vermag zu trösten.

Viele trauernde Eltern möchten gern über ihr Erleben in der schmerzvollen Zeit nach dem Tod ihres Kindes kommunizieren, so der Autor. Doch es gibt kaum jemanden, der ihnen zuhören möchte. Meist wohl aus falsch verstandenem Mitgefühl. Doch darüber zu reden hilft, zu verarbeiten. Wie gut, dass es den deutschen Sterbeforscher Bernard Jakoby gibt.

Das Buchcover mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Jakoby macht Hoffnung. Hoffnung darauf, dass diese Kinderseelen nicht verloren sind.
Doch von vorn, der Autor fängt schließlich auch nicht mittendrin an.
Er erklärt nämlich zuerst, was unter den Begriffen Bewusstsein und Seele zu verstehen ist. Sodann geht er auf das Phänomen der Reinkarnation ein, beleuchtet es aus Sicht verschiedener Religionen und vergleicht das Ganze mit dem heutigen Wissen darüber. Die Ergebnisse verschiedener Reinkarnationsforscher und Rückführungstherapeuten geben anschließend Aufschluss darüber, dass die Reinkarnation kein esoterisches Geschwurbel, sondern vielmehr eine belegbare Tatsache ist.
Sodann geht Jakoby auf die Erinnerungen von Kindern an ihre früheren Leben ein. Er lässt Hinterbliebene Geschichten erzählen, bei denen sich einem die Haare am gesamten Körper aufstellen und darunter gibt es solche, wo sich frühere Existenzen sogar namentlich belegen lassen.
Im Kapitel mit dem Titel ›Kinder sterben anders‹ lässt er uns an erstaunlichen Reifungsprozessen teilhaben, die Kinder durchleben, bevor sie diese Welt und ihre Eltern wieder verlassen. Besonders ergreifend, aber auch besonders trostspendend waren für mich die Kapitel, in denen Jakoby über die Trauer mit Kindern, Fehl- und Totgeburten sowie Suizid im Kindes- und Jugendalter spricht. Dabei lässt er immer wieder Hinterbliebene aus ihrem Erleben berichten, was das Ganze noch viel glaubwürdiger macht.
Nachdem ich das letzte Kapitel des Buches gelesen hatte, waren sowohl meine Angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen, als auch meine eigene Angst vor dem Tod verschwunden. Sie lösten sich in Wohlgefallen auf, denn das Lesen dieses Buches spendet echten Trost. Ich bin mir jetzt sicher, nach dem Tod geht das Leben weiter und wir sehen uns alle wieder.

Jakoby forscht seit vielen Jahren über das Sterben, hält Vorträge und Seminare zu diesem Thema und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. In seinem neuesten Buch bringt er viele Dinge auf den Punkt. Nicht nur für Eltern, die durch dieses Tal der Tränen gehen müssen, kann es tröstlich sein, dieses Buch zu lesen.

Bernard Jakoby
Unsterbliche Kinderseelen: Die Abenteuer der menschlichen Seelenreise
als gebundenes Buch erschienen bei Knaur MensSana für 20,00 €
ISBN 978-3-4266-5857-4
Dieses Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich.